Förderung von Kindern und Jugendlichen

Projekt „Sulamot“

Musik hat ihre ganz eigene Macht – ein Instrument zu lernen und im Orchester zu spielen sind Erfahrungen, die das Leben von benachteiligten Kindern zum Besseren verändern. Dank der Unterstützung vieler Spenderinnen und Spender ist es gelungen, das Projekt „Sulamot“ auf die Beine zu stellen, eine Kooperation von Musiklehrern und Musikern der Israelischen Streitkräfte (IDF). Hunderte Kinder in Israel proben regelmäßig mit den Musikern des Militärs. Sulamot konzentriert sich auf Kinder, die kaum Chancen und deshalb die größten Bedürfnisse haben.

Die neuen Jugendorchester in Israels schwachen Regionen helfen den Kindern, ihre schlummernden musikalischen Talente zu entdecken. Mit der Zugehörigkeit zu einem Orchester verbessert sich die Fähigkeit zur Kommunikation. Sie fördert zudem Selbstvertrauen, Toleranz, Disziplin, Führungsqualität, Verantwortungsbewusstsein, Teamgeist, Durchhaltevermögen und Arbeitsethik. Rund drei Monate, nachdem Kinder zum ersten Mal ein Instrument in die Hand genommen haben, erreichen sie ein Niveau, das ihnen das Musizieren im Orchester erlaubt. Zurzeit gibt es in Israel neun Sulamot-Orchester mit 500 Kindern.

„Sulamot“ begleitet ein Kind für mindestens drei Jahre und bietet

  1. Musikinstrumente
  2. Wöchentlichen Einzelunterricht
  3. Wöchentliche Orchesterproben (nach zwei bis drei Monaten)
  4. Zwei Besuche von Konzerten des Israel Philharmonic Orchester (IPO) im Mann-Auditorium pro Jahr
  5. Musizieren mit IDF-Soldaten, die in der Einheit für herausragende Musiker dienen
  6. Supervision durch IPO-Musiker, die im Sechswochenrhythmus jedes Projekt besuchen
  7. Musikalisch-pädagogische Supervision durch die Buchmann-Mehta-Musikschule der Tel Aviv Universität (TAU)
  8. Psychologische Supervision durch die Schule für Sozialarbeit der TAU

Projekt „Zukunft der Jugend“

Dieses Programm ist ohne Beispiel: Die Interventionsmaßnahme für gefährdete Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren wird in ganz Israel umgesetzt. Individuelle Förderung stärkt deren Selbstbewusstsein, sie wachsen zu unabhängigen und produktiven Mitgliedern der Gesellschaft heran.

Das Herzstück dieses Programms sind die jungen Tutoren. Sie haben einen Universitätsabschluss in Erziehungs- oder Sozialwissenschaften und engagieren sich für einen sozialen Wandel. Sie setzen sich dafür ein, dass gefährdete Kinder und deren Familien darüber informiert werden, welche Förderungen der Kommune ihnen zustehen und wie sie sie für sich nutzen können. Drei Jahre lang arbeiten die Tutoren mit Kindern im Grundschulalter. Auch die Eltern sind eingebunden. „Zukunft der Jugend“ unterstützt persönliche Stärken und Talente und hilft so, schulische, soziale und andere Probleme zu überwinden.

Eine spezielle Fortbildung befähigt die Tutoren, mit Gruppen zwischen zehn bis 20 Kindern zu arbeiten. Zunächst beschäftigen sie sich mit den ganz persönlichen Lebensumständen eines Kindes. Wie sieht die familiäre Situation aus, wie läuft es in der Schule, in welchem sozialen Umfeld wächst es auf? Mit Hilfe dieser Informationen erstellen sie einen Plan: Welche Hilfen braucht das Kind? Welche Unterstützung steuert die Kommune bei? Wie kann – falls nötig – die häusliche Situation verbessert werden? Die Tutoren koordinieren Nachhilfe und klären Probleme in den Schulen. Sie planen Ausflüge und sportliche Aktivitäten, die das Selbstbewusstsein stärken. Gemeinsam werden Ziele abgesprochen, die eine bessere Zukunft versprechen.

„Zukunft der Jugend“ steht für eine kollektive Verpflichtung, Israels benachteiligte Kinder in eine bessere Zukunft zu begleiten und einen sozialen Wandel in den Randregionen herbeizuführen. Das Projekt lief 2005 an – für manche ein „waghalsiges Experiment“. Heute nehmen 10.000 Kinder und Jugendliche in 32 Orten im Land teil.

SULAMOT

Musik macht stark fürs Leben

ANDERE PROJEKTE, DIE IHR ENGAGEMENT BRAUCHEN

WIR UNTERSTÜTZEN
NEUEINWANDERER

Alijah ist mehr als „nur“ Einwanderung: Dazu gehört auch die reibungslose Integration aller Jüdinnen und Juden, die nach Israel immigrieren.

ZUM PROJEKT

BILDUNG

Net@, ein vierjähriges außerschulisches Bildungsprogramm für Oberschüler, verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, um benachteiligte Jugendliche zu qualifizieren.

ZUM PROJEKT

KINDERN UND
JUGENDLICHEN
DEN
RÜCKEN STÄRKEN

Musik kann Leben verändern – und tut es bei Hunderten von benachteiligten Kindern in ganz Israel.

ZUM PROJEKT

DIE ARBEIT DER
JUGENDDÖRFER

Bildungsjugenddörfer sind ein sicherer Hafen für gefährdete Kinder, denn sie bieten familiäre Atmosphäre und ein Umfeld des Vertrauens.

ZUM PROJEKT

ALEH

Das Projekt Aleh ist auf Kinder mit schwersten Behinderungen spezialisiert.

ZUM PROJEKT

AMIGOUR

Der Wohnungsmangel in Israel und die damit verbundenen hohen Mieten stellen für die meisten der hochbetagten Holocaust-Überlebenden ein riesiges Problem dar.

ZUM PROJEKT